Die wichtigsten Nachrichten der Woche aus der Sonntagsblatt-RedaktionWird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klickt bitte hier.
Liebe Leser:innen,
meine Mutter hat noch immer eine Tasse mit Herzen auf ihrem Schreibtisch stehen. Die Farbe ist mittlerweile rissig geworden – ein expressionistisches Werk, wenn man so will. Ich hatte sie im Kindergarten bemalt. So wie alle Kinder für ihre Mütter zum Muttertag Tassen bemalten, um sie ihnen am zweiten Sonntag im Mai am Muttertag stolz zu überreichen.
Dass meine Mutter die heute wirklich verwaschen aussehende Tasse für ihre Stiftesammlung nutzt, rührt mich sehr. In dieser Tasse liegt ein Wert. Vielleicht steckt er in der Geste selbst: Mein Kind beschenkt mich und würdigt mich als Mutter. Wobei ich als ungefähr Vierjährige vermutlich nur den Part mit "Du schenkst jemandem etwas" verstanden habe. Oder meine Mutter hat an diesem Tag schlicht ihre eigene Liebe zu ihren Kindern so stark gespürt. Mutter zu sein bedeutet, innig zu lieben. Das zumindest glaube ich.
Als werdende Mutter habe ich manchmal sogar etwas Furcht vor diesem Gefühl. Menschen, die ich tief in mein Herz schließe, resonieren so stark in mir, dass das schönste Gefühl – Fülle, Nähe, Zuneigung – fast schon erdrückend wird. Nicht zuletzt deshalb, weil dort, wo Liebe ist, die Angst vor dem Verlust stets ihren Schatten wirft.
Darum gratuliere ich allen Müttern heute nicht zum Muttertag, sondern zum Muttersein. Zu ihrer Liebe, die trägt und fordert. Zu ihrer Kraft. Und zu ihrem Mut, in dieser Welt Mutter geworden zu sein – denn das kostet nicht nur Rentenpunkte, sondern liefert auch ein ganzes Bündel verworrener Erwartungen mit. Nein, Mütter sind nicht von Natur aus geduldiger oder opferbereiter. Sie haben auch kein besonderes "Spülmaschinenausräumen"-Gen. Mütter sind keine Heldinnen einer besonderen Art. Sie sind Menschen in einer Rolle, die ihren Vätern ähnlicher ist, als das kollektive Gedächtnis wahrhaben will.
So hoffe ich, dass ich nächstes Jahr an diesem Tag nicht auf Gesten von außen warte, sondern mir meiner eigenen Liebe bewusst werde – und meines Muts, Mutter geworden zu sein.
Einen gesegneten Sonntag wünscht |
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Neuer Nuntius van Megen in Deutschland: Papst Leo XIV sendet Signal gegen den Synodalen Weg
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Mit der Ernennung von Hubertus van Megen zum Apostolischen Nuntius in Deutschland verschärft sich der Konflikt zwischen Vatikan und deutscher Kirche. Der Streit um Reformen, Segensfeiern und den Synodalen Weg dürfte damit weiter an Fahrt aufnehmen.
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Rechtspopulismus im Alltag der Diakonie: Wie Mitarbeitende reagieren können
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Rassistische Aussagen, Misstrauen, Frust: Mitarbeitende der Diakonie begegnen rechtspopulistischen Haltungen in vielen Bereichen. Projektleiterin Leonie Krüger erklärt, wie sie damit umgehen – und warum Zuhören entscheidend bleibt.
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Attentat auf Trump: Theologe Heilig warnt vor Gewaltpotenzial im protestantischen Mainstream
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Nach dem gescheiterten Anschlag auf Donald Trump analysiert der Münchner Theologe Christoph Heilig das Manifest des Täters. Seine These: Nicht nur religiöser Fanatismus sei gefährlich – auch verbreitete christliche Denkmuster könnten Gewalt begünstigen.
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Gisèle Pelicot: "Eine Hymne an das Leben" – ein Buch über Scham, Gewalt und Selbstbestimmung
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Gisèle Pelicot wurde durch einen der bekanntesten Missbrauchsfälle Europas zur öffentlichen Figur. In ihrem Buch erzählt sie ihre Geschichte selbst – zwischen Schmerz, Erinnerung und dem Versuch, das eigene Leben zurückzuerobern.
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Fünf Euro für St. Sebald? Warum Kirchen bald Eintritt kosten könnten
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St. Sebald führt möglicherweise einen Eintrittspreis ein, St. Lorenz könnte folgen. Timo Lechner erklärt, warum die Kirchen auf neue Finanzmodelle setzen – und was das für den Zugang zu sakralen Räumen und ihr Selbstverständnis bedeutet.
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Himmel & Hier: Pilgern – warum wir beim Gehen besser zuhören können
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Wenn es im Leben laut und unübersichtlich wird, fangen viele Menschen an zu laufen. Aber wie lange dauert es eigentlich, bis der Lärm im Kopf leiser wird und man anfängt, sich selbst wieder zuzuhören?
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Warum sich die "Omas gegen Rechts" für die Jugend einsetzen
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Bürgerliches Engagement kennt keine Altersbegrenzung. Elisabeth Redler setzt sich mit den "Omas gegen Rechts" in München gegen Rechtsextremismus, den Klimawandel und für den Feminismus ein. Warum, erzählt sie im Podcast MitMensch.
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Wann ist 2026 Muttertag – und warum ändert sich das Datum jedes Jahr?
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Der Muttertag wirkt jedes Jahr ein wenig anders terminiert – 2026 ist es der 10. Mai. Doch die Erklärung ist weniger komplex, als viele vermuten. Und sie hat mit Kirche, Mond oder Zufall gar nichts zu tun.
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Pfingsten 2026 im TV und Radio: Diese Gottesdienste übertragen ARD, ZDF und Bayern 1
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Pfingsten 2026: ZDF, ARD (Das Erste), Bayern 1, hr4 und Bibel TV übertragen Gottesdienste aus Kirchen in ganz Deutschland. Ob Pfingstsonntag oder -montag: Diese Übersicht zeigt euch alle Live-Termine im Fernsehen und Radio auf einen Blick.
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Predigt von Peter Aschoff zu Rogate: Wie Gottes Nähe im "Zeitstaub" des Alltags spürbar wird
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"Betet!" heißt der Sonntag Rogate – doch wie kann das gelingen zwischen Terminen, Verpflichtungen und dem ganz normalen Alltag?
Pfarrer Peter Aschoff erzählt in der Evangelischen Morgenfeier von den unscheinbaren Zwischenmomenten des Tages, die die französische Mystikerin Madeleine Delbrêl "Zeitstaub" nennt: kleine Augenblicke, in denen Gottes Gegenwart aufscheinen kann.
Zwischen wartender Ampel, Kaffeeritual und alltäglichen Handgriffen zeigt er, wie Beten nicht nur in stillen Stunden geschieht, sondern mitten im Leben – als kurze Unterbrechung, als bewusste Gegenwart, als gelebte Verbindung zu Gott.
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Medientipp von Social-Media-Redakteurin Stefanie Hollweck
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"Color Walk": Warum der Farbspaziergang auf Social Media gerade so viele begeistert
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Spazierengehen, fotografieren, Farben entdecken – der Trend "Color Walk" verbindet Bewegung an der frischen Luft mit kreativem Social-Media-Spaß.
Beim gemeinsamen Farbspaziergang suchen alle gezielt nach einer bestimmten Farbe und halten passende Fundstücke mit dem Handy fest. Daraus entstehen kleine Collagen, die den Alltag plötzlich mit anderen Augen sehen lassen.
Unser Medientipp zeigt, warum dieser Trend mehr ist als ein kurzlebiger Instagram-Hype: Er schärft den Blick für Details, macht gemeinsame Spaziergänge spannender – und bringt analoges Erleben und digitale Kreativität auf überraschend schöne Weise zusammen. Medientipp lesen
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Lesestoff zum Welttag der Biodiversität – Die Schöpfung bewahren
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Der Internationale Tag der Biodiversität ist eine Einladung, innezuhalten und die Vielfalt des Lebens als Geschenk Gottes zu wertschätzen. Entdeckt bei uns inspirierenden Lesestoff über den Wald und seine heilsame Kraft, über beeindruckende Persönlichkeiten wie Hildegard von Bingen und über das "Meer" im doppelten Sinne. Viel Freude beim Lesen! Jetzt im Shop entdecken
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Impressum:
#sonntags
Herausgeber: Dr. Roland Gertz Verantwortlich: Chefredakteurin Dr. Rieke C. Harmsen Redaktion: Micha Götz, Stefanie Hollweck, Eva-Katharina Kingreen, Oliver Marquart Redaktionsassistenz: Claudia Schreck Verantwortlicher i. S. v. § 55 Abs. 2 RStV: Dr. Roland Gertz
Evangelischer Presseverband für Bayern e.V., Birkerstraße 22, 80636 München, DeutschlandTel. 089 / 12172 - 153, redaktion@sonntagsblatt.deRegister: VR-Register 4259Steuer ID: DE 129 52 23 18 |
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